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Die franz ösische Künstlerin Niki de Saint Phalle (sie starb am 21. Mai 2002 im Alter von 71 Jahren) schuf in 15jähriger Arbeit zusammen mit ihrem langjährigen Lebensgefährten Jean Tinguely den 'Tarot-Garten' (Giardino dei Tarocchi) mit seinen charcteristischen riesigen bunten Skulpturen.

HerzDer Park liegt an einem Hang inmitten von Olivenbäumen und Korkeichen mit traumhaftem Blick über die weiten Ebenen bis zum Meer auf einem Privatgrundstück südöstlich von Capalbio, einem kleinen Städtchen in der südwestlichen Toskana.

Obwohl Niki de Saint Phalle schon zu Beginn der Arbeiten unter rheumatischer Arthritis zu leiden hatte, schuf sie mit grossem Engagement und Enthusiasmus diesen wundervollen Garten. Sie selber sagt:"Als Architektin des Gartens habe ich meine Vision durchgesetzt, ich konnte nicht anders. [...] Es brauchte viel Liebe, wilde Begeisterung, Besessenheit und vor allem Glauben. Nichts hätte mich aufhalten können. Es war wie im Zaubermärchen: Bevor der Schatz gefunden wird, begegnet man Drachen, Hexern, Magiern und dem Engel der Mässigkeit." Dem Garten liegt die Ordnung des Tarot-Spieles zugrunde und er bekam daher auch diesen Namen. So lebte Niki während der Arbeiten im Inneren der "Mutter"; einer - von innen - komplett mit Spiegelmosaiksteinchen ausgekleideten Nana, die neben großem Wohnzimmer in ihren Brüsten Milch-Bar und Schlafzimmer beherbergt.

ÜbersichtDie "Kaiserin" oder Sphinx bildet das Zentrum des Gartens. Hier beherrschen neben dem zentralen Springbrunnen vor allem die differenzierten Säulen nebst Wandelgang das Ambiente und verraten viel von der Künstlerin selber, ihren Problemen, Gedanken und Wünschen. So ist das Erfahren des Gartens glückliche Anteilnahme und intimer Eingriff zugleich. Vor allem das aktive Erleben, Beklettern, Tasten, Sehen bildet den besonderen Reiz dieses Kunstwerkes.

Besonders ist auch die Verknüpfung Nikis bunter, formenreicher, riesiger Welt mit den phantastischen, monströsen Schrottskulpturen Jean Tiguelys wie bei der "Welt", "Rad des Schicksals" und vor allem der "Gerechtigkeit".

DracheDer Park ist meines Erachtens nach auf jeden Fall einen Besuch wert und bietet neben dem künstlerisch interessierten, erwachsenen Publikum vor allem Kindern und Jugendlichen viel interessantes und sehenswertes.


Öffnungszeiten:


vom 13. Mai bis zum 20. Oktober täglich von 14.30-19.30

vom 1. November bis zum 3. Mai bleibt der Park geschlossen. Allerdings können Gruppen von min. 15 Personen in dieser Zeit nach vorheriger Ankündigung via Fax (0039-0564-895700) den Park trotzdem besuchen. In diesem Zeitraum ist der Park ebenso jeden ersten Samstag im Monat von 9.00-13.00 kostenfrei zu besuchen.


Eintrittspreise:

ermäßigt (Stud., Kinder) 6,00€
Personen über 65 6,00€
Kinder unter 7 Jahren frei
Behinderte frei
alle Übrigen 10,50€


Anfahrt:

Die Anfahrt ist relativ einfach. Man fährt über die Aurelia (SS1) von Norden kommend Richtung Rom (von Süden Richtung Grosseto) bis zu der Ausfahrt Chiarone. Dort biegt man links auf eine Allee ab. An dieser liegt nach ca. 1km auf der linken Seite der Park. Man kann den Park schon von weitem (von Süden kommend) sehen. Wenn man den Park erblickt und von Norden kommt oder die Toscana verläßt, ist man zu weit. Außerdem ist der Park schon auf der Aurelia ausgeschildert. Allerdings sind diese Schilder (klein und braun) leicht zu übersehen. Von Sassetta aus benötigt man für diese Strecke ca. 1-1.5 Stunden.

Karte


Adresse:

Fondazione
"Il Gardino dei Tarocchi"
Località GARAVICCHIO
58011 CAPALBIO (GR)
Tel. 0564-895122
Fax 0564-895700


Links:

offizielle Niki-Homepageleider noch mit etwas magerem Inhalt aber aktuelles wie Öffnungszeiten usw. kann man leicht erfahren.

Biographie

deutsche Niki-Homepagemit zahlreichen Fotos, Links und mehr...

Niki-Museum Japan